Neues von den Spitzenfrauen

Es kommt darauf an!

Spitzenfrauen trafen sich in Norderstedt

"Das war sehr informativ und nett", so urteilten die Spitzenfrauen über das erste Treffen in Norderstedt Anfang Juni. Dies war die erste Kooperationsveranstaltung mit der IHK Lübeck. Ulrike Rodemeier von der IHK Lübeck war ebenfalls begeistert. Nicht nur die Vorträge waren informativ, auch das Netzwerken danach sehr interessant.

Rechtsanwältin und Spitzenfrau Dagmar Zischke klärte über die rechtlichen Möglichkeiten auf, wenn es Streit mit dem Kunden gibt. Wichtig war ihr dabei eines: " Während meiner langjährigen Erfahrungen als Rechtsanwältin hat sich immer wieder gezeigt, dass viele Streitpunkte der Vertragsparteien durch frühzeitige Klarheit bei Abfassung der Verträge vermieden werden können." Ein wichtiges Thema ist dabei auch die Gestaltung und Einbeziehung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Hier zeigte Frau Zischke klar auf, dass diese vor dem Kauf jedem Kunden bei Vertragsabschluss zugänglich gemacht werden müssen. Das gilt auch für Verträge, die im Internet abgeschlossen werden. Es reicht z.B. nicht aus, dem Kunden die AGB erstmalig auf der Rückseite einer Rechnung als „Kleingedrucktes“ zu präsentieren.

Über den Umgang mit Verzug, Mahnung und Verjährung halten sich selbst auch in Unternehmerkreisen manche hartnäckigen Gerüchte über das richtige Verfahren. Prompt tauchten auch dazu Fragen der Zuhörer auf. „Es kommt immer auf den Einzelfall an!" erklärte Frau Zischke, „denn an vielen Stellen eines Vertrages und seiner Umsetzung können Fallstricke lauern, die unterschiedliche rechtliche Folgen haben.“ Hier einen Überblick über die rechtlichen Vorgaben und Zusammenhänge zu bekommen, war sehr lohnenswert, insbesondere weil Frau Zischke diese sehr anschaulich und praxisnah vortrug. 

Nach einer kurzen Pause referierte dann Wirtschaftsmediatorin und Spitzenfrau Anja Beyer über die Möglichkeit Konflikte mittels Mediation beizulegen und es gar nicht erst zum Rechtsstreit kommen zu lassen. Nachweislich liegt der Vorteil der Wirtschaftsmediation vor allem in der Bearbeitung der Ursache und der daraus resultierenden Nachhaltigkeit. Nachdem Frau Beyer zunächst die grundsätzliche Vorgehensweise einer Mediatiorin darstellte, konnten sich die Zuhörerinnen gut in die Geschichte der Herren Zorn und Mühe reindenken, die fast ihre Geschäftsbeziehung beendet hätten aufgrund einiger Missverständnisse. Dabei waren beide von einander abhängig und hätten einen Bruch wirtschaftlich nicht gut verkraftet. Intensive Gespräche der Mediatorin mit beiden Herren zunächst allein, dann unter Einhaltung fester Regeln am „runden Tisch“, zeigten die Probleme auf und machten auch die emotionale Ebene deutlich. Diese nimmt bei der Mediation oft einen großen Raum ein. Eigentlich hatten die Herren Mühe und Zorn als Unternehmer und Kunde immer gut zusammengearbeitet und wollten dies auch weiterhin. Aber der Kunde in diesem Beispiel, Herr Zorn, fühlte sich schlicht vom Unternehmer Herrn Mühe vernachlässigt. Nachdem das eigentliche Problem herausgearbeitet und die Bereitschaft zur Änderung bei beiden „Kontrahenden“ festgestellt ist, wird das weitere Vorgehen schriftlich festgehalten. Hier ist dann manchmal auch ein Anwalt nötig, wenn Verträge neu geschlossen werden. Wichtig ist natürlich die Umsetzungskontrolle, die regelmäßige Kommunikation „Wie ist der Stand der Dinge? Wie läuft es jetzt?“. Anja Beyer machte deutlich, dass alle Parteien in die Mediation einwilligen müssen und dass es jederzeit für eine Partei möglich ist, die Mediation zu verlassen. Wenn aber beide Parteien einwilligen und „dranbleiben“, gibt es nur Gewinner – anders als bei einem Gang zum Gericht. 

Nach diesen hochinteressanten Vorträgen, mit vielen Fragen und Anmerkungen der Zuhörerinnen, wurden alle Teilnehmerinnen noch bei einem kleinen Imbiss zum Netzwerken eingeladen. Hier entwickelten sich zwischen den Unternehmerinnen aus den unterschiedlichsten Bereichen sehr interesssante und intensive Gespäche in einer entspannten Atmosphäre. 

Wir Spitzenfrauen freuen uns mit Frau Rodemeier auf die nächste Kooperationsveranstaltung im Oktober!

Das meinte eine Teilnehmerin:

Vielen Dank noch einmal für die nette und sehr kurzweilige Veranstaltung in Norderstedt mit der tollen Verpflegung. Es war rundherum schön.

Susanne Laskawy, Norderstedt

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